Ab Mittwoch, dem 30.10., gelten die Winter-Trainingszeiten! 

Was ist Agility?

Agility ist eine Sportart für Hunde, die aus England stammt. Der Begriff bedeutet Wendigkeit bzw. Gewandtheit. Beim Agility geht es um die Bewältigung eines Parcours (ähnlich dem Springreiten), der aus verschiedenen Hindernissen (siehe auch weiter unten) besteht. Hierbei wird der Hund mittels Körpersprache und Stimme (ohne Leine) geführt. Ziel ist es, in erster Linie fehlerfrei durch den Parcours zu gelangen. Hierfür ist eine harmonische Beziehung zwischen Hund und Hundeführer erforderlich.

 

 

Wer darf mitmachen?

Agility ist eine gemeinsame Beschäftigung von Mensch und Hund,

  • die für Menschen jeder Altersgruppe und
  • Hunde fast jeder Rasse – auch Mischlinge - geeignet ist.

Die Einschränkung bezieht sich auf Hunde, die zu schwer oder zu groß sind.

Bei Hunden, die übergewichtig oder von ihrer Statur (z.B. Bernhardiner) zu schwer sind, würden die Gelenke zu sehr belastet. Zu große Hunde erfahren eine Einschränkung beim Tunnel, da dieser einen Durchmesser von ca. 60 cm hat.

Sie können Agility mit Ihrem Hund bei uns betreiben, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

  • der Hund ausgewachsen ist bzw. die Gelenke ausreichend gefestigt sind (Mindestalter 1 Jahr)
  • eine fundierte Grundausbildung vorliegt (BGVP oder vergleichbar)
  • der Hund gesund und nicht zu schwer ist
  • Mensch und Hund bewegungsfreudig sind

Liegen die Voraussetzungen vor, ist ein Probetraining nach Absprache jederzeit möglich.

Ansprechpartner:   Sara & Heinz-Peter

 

Was wird erreicht?

In einem Agilityparcours sind eine Reihe von Hindernissen (auf den ersten Blick wirr durcheinander) aufgebaut, die in einer vorgegebenen Reihenfolge zu absolvieren sind. Dabei zeigt der Mensch dem Hund auf geschickte Weise, welches Hindernis als nächstes an der Reihe ist. Dazu ist ein gutes Timing im Team (Mensch – Hund) erforderlich. Da der Hund in der Regel schneller ist, sollte der Laufweg des Menschen kürzer als der des Hundes sein. Dazu muss der Hund mal links aber auch mal rechts vom Hundeführer laufen. Der Hund lernt mehr auf seinen Hundeführer und seine Signale zu achten.

Durch dieses Miteinander wird die Bindung zwischen Mensch und Hund gestärkt, und sie können sich noch besser im Alltag bewegen. Dies ist nur ein Beispiel.

Welchen Nutzen hat das im Alltag?

Kommt Ihnen z.B. eine Mutter mit Kinderwagen, ein Fahrradfahrer, etc. entgegen, so können Sie problemlos mit kleinen Gesten Ihren Hund auf die andere (abgewandte) Seite holen. In vielen Fällen werden Ihnen die entgegen kommenden Menschen Anerkennung zollen.

 

 

In welchem Rahmen?

Anfängern bieten wir die Gelegenheit, in kleinen Gruppen die ersten Schritte zu machen, Bewegungsabläufe kennen zu lernen und die Bewältigung von Hindernissen zu erarbeiten.

Hat man sich dazu entschieden, Agility weiterbetreiben zu wollen, gibt es die Möglichkeit, dies in Form eines Hobby- oder auch Leistungstrainings weiterzuführen.

Beim „Hobby-Agility“ probiert man sich einmal die Woche an immer wieder neuen, einfachen bis mittelschweren Parcours aus, entwirrt Knoten in den eigenen Bewegungsabläufen und verbessert das Zusammenwirken mit seinem Hund. Die Parcours werden 15 – 18 Hindernisse umfassen.

Hat man sich dann vom Agility Virus anstecken lassen, kann man sich der Leistungsgruppe anschließen und an Wettbewerben teilnehmen.

Beim Leistungstraining werden Parcours gestellt, die vom Niveau denen auf Wettbewerben entsprechen und zu Trainingszwecken auch mal mehr als 20 Hindernisse enthalten. Beim IRJGV werden jeden Sommer 9 Turniere ausgerichtet, auf denen Punkte gesammelt werden, um sich für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren.

Egal ob als zusätzliche Beschäftigung oder im sportlichen Wettstreit, in erster Linie soll es Hund und Mensch Spaß machen!

 

 

 

 

Agility Turniere:

Ein Agilityparcours besteht aus: mehreren Hürden, Laufsteg, Tunnel, Weitsprung, Wippe, A-Wand, Reifen und Slalom.

In einem kompletten Parcoursdurchlauf kommt es darauf an, den Hund mittels Körpersprache und Kommandos durch den Parcours zu führen. Das erfordert entsprechende Koordination und Kondition sowohl für den Hund als auch den Menschen.

Der Parcours kann bei einem Turnier aus bis zu zwanzig Hindernissen bestehen. Es gibt einen sogenannten AG-Lauf (in diesem sind mindestens 2 Kontaktzonengeräte, wie A-Wand, Wippe oder Steg enthalten) und dem sogenannten Jumping (ohne Kontaktzonengeräte). Der Parcours muss in einer vorgegebenen Reihenfolge und innerhalb einer vorgegebenen Zeit bewältigt werden.

Im Parcours darf der Hund kein Halsband oder Leine tragen. Es dürfen auch keine Hilfsmittel wie Leckerchen oder Spielzeug eingesetzt werden.

Der Agility-Richter entwirft den Parcours selbst. Auf jedem Turnier steht ein anderer Parcours, den die Teilnehmer vorher nicht kennen. Man hat 10 Minuten Zeit, sich den Parcours anzuschauen, allerdings ohne Hund (der muss draußen warten).

Agility ist kein Geschwindigkeitslauf, sondern ein Geschicklichkeitslauf. Es gewinnt das Mensch-Hund-Team mit den wenigsten Fehlern. Im Falle gleicher Anzahl von Fehlern an den Hindernissen berücksichtigt man bei der Reihung die bessere Zeit.

Da der Parcours in einer vorgegebenen Zeit zu absolvieren ist, kann es auch Zeitfehlerpunkte geben (je Sekunde einen Fehlerpunkt, je Hindernisfehler fünf Fehlerpunkte). Hindernisfehler sind schwerwiegender als Zeitfehler. Somit ist ein Team mit 5 Zeitfehlerpunkte besser als ein Team mit 5 Hindernisfehlerpunkten.

 

Wie entstand Agility?

Entstanden ist es 1977 bei der Crufts Dog Show. Da wurde der Brite Peter Meanwell gefragt, ob er eine Showeinlage organisieren könnte. Dieser ließ sich vom Pferdesport inspirieren und entwickelte ein Springturnier für Hunde als Wettkampf. 1978 wurde es erstmals vorgestellt. 

 

 

 

 

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